14. Spieltag, FSV Schleiz

FV Rodatal Zöllnitz – FSV Schleiz 3:3

Aufstellung: Greifzu – Förste, Salewski, Rosentreter, Heerwagen – Teichmann, Korittke – Salzmann, Reuter, Zorzytski – Fiedler

Auf dem Papier waren wir leichter Außenseiter. Die Schleizer haben sich während der Saison bisher immer mehr gesteigert und
spielen mit einem jungen Kader eine gute Rolle. Nach einer Siegesserie wollten Sie sicherlich auch in Zöllnitz gewinnen und hatten auch
gleich nach Beginn die erste Chance, aber Lieboldt verzieht. Nach guten 5 Minuten der Schleizer, kamen wir aber immer besser ins Spiel
und griffen die Schleizer meist früh durch Salzmann, Reuter und Fiedler an.
Die nächste halbe Stunde gehörte uns, nur die Tore machten wir nicht. Einmal vergab Fiedler – Zorzes Eingaben von rechts außen kamen
zu unpräzise. Die besten Chancen hatten wir durch Reuter sein Freistoß aus gut 20 Metern, aufs kurze Dreiangel aber der Abwehrspieler
köpfte von der Linie, Teichmann konnte den Ball im Nachsetzen mit der Schulter leider auch nicht über die Linie bringen. Nächste
Großchance durch Korittke, nach starken Doppelpass mit Salzmann auf halblinks läuft er allein, nicht allzu spitz, auf den Torwart und
schiebt nur Zentimeter am langen Pfosten vorbei. Wir belohnten uns also nicht. Somit genügte den Schleizern ein Konter über den starken
Hoyer, er überlief Heerwagen und spielte in die Mitte wo Göller den Ball staubtrocken in den Winkel knallte. Wie aus dem nichts die
Führung.

In der Halbzeit brannten wir darauf den Rückstand wieder gut zu machen und öffneten dadurch mehr Räume. So entwickelte sich ein offenes
Spiel. Gleich zu Beginn spielte Reuter auf den neu ins Spiel gekommenen Braun, der sich aber erst warm schießen muss. Er vergibt die
Chance. Dennoch eine sehr starke Partie von Braun, dessen Einwechslung für Heerwagen sich auf jeden Fall bezahlt machte. Denn in der
50.Minute viel der verdiente Ausgleich. Reuter und Zorze eroberten den Ball, Zorze bediente mustergültig Braun, der von rechts im spitzen
Winkel auf das Tor zog und eine scharfe Eingabe brachte. Die Schleizer Abwehr konnte den Ball nicht klären, Teichmann stand goldrichtig
und schob den Ball am Abwehrspieler vorbei ins Tor. Wir drückten nun weiter auf die Führung, nach Ballverlust im Mittelfeld nur Minuten
später konterte Schleiz und bekam einen Elfmeter zugesprochen, den man nicht geben muss. Aber nehmen wirs gelassen, in Halbzeit Eins
müssen die Gäste meiner Meinung nach einen bekommen. Also alles soweit gerecht, insgesamt eine souveräne Leistung des
Schiedsrichters. Auf jeden Fall versenkte Stankowski den Ball unhaltbar rechtes oben in den Knick, keine Chance für Greifzu, wie schon
beim ersten Tor, 1:2.

Machte uns aber nichts aus, unglaubliche Moral an diesem Tag und fast im Gegenzug der Ausgleich. Braun mit Ecke, danach durcheinander
im Strafraum, der Ball liegt 10 Meter vor dem Tor praktisch in der Luft und Reuter setzt zum Fallrückzieher an. Perfekt getroffen und
mit viel Wucht fliegt der Ball ins lange Dreiangel, dort kann ein Schleizer den Ball gerade noch mit dem Kopf über die Latte lenken.
Fast ein Traumtor.
Nun wieder die Gäste, erst scheiterte Hoyer nach Solo nur noch am Pfosten und später Eichelkraut vor dem leeren Tor, er konnte den von
Greifzu abgewehrten Ball nicht unterbringen. Eichelkraut sollte aber noch eine Szenen haben. Der 3:1 Führungstreffer per Kopf,
nach Freistoß aus dem Halbfeld. Dann Rot für Kapitän Weiß, Salzmann war prinzipiell durch und lief auf den Torhüter zu,
Weiß zog am Trikot und ging vom Platz. Den draus resultierenden Freistoß aus ca. 30 Metern, schlänzte Kay wunderschöne in den
linken Knick. Wie gesagt starke Leistung und nur noch 2:3.
Noch 15 Minuten, wir waren am Drücker und ein Mann mehr. Zitat Priedmann:“…. komm nach Hinten, wir machen hier kein Tor mehr“.

Nächste Chance, nach Eroberung von Teichi bekommt Reuter den Ball und steckt genau auf Fiedler durch, der lässt einfach laufen sodass
Braun freie Schussbahn hat, leider vorbei. Etwas zu überhastet. Schluss war aber noch nicht. Nachspielzeit – wir kommen nochmal über
links durch, Konny mit scharfer flacher Eingabe genau auf den Sechzehner wo Fiedler lauert. Er nimmt den Ball an, geht zwei Meter
und schiebt überlegt zum 3:3 ein. Riesenjubel!
Kurz darauf hätten wir sogar noch ein Konter ziehen können, Salzmann sein Ball aber zu ungenau und dann war Schluss.

Ein überragendes und unterhaltendes Spiel auf hohem Niveau von zwei starken Mannschaften.